Wissenswertes

Häufig gestellte Fragen

Tierheim? Tierschutzverein? Wie hängt das zusammen?

Der Tierschutzverein Groß-Essen e.V. ist der alleinige Träger des Albert-Schweitzer-Tierheims in Essen an der Grillostraße 24. Durch eine Mitgliedschaft im Tierschutzverein wird also auch das Albert-Schweitzer-Tierheim unterstützt.

 

 

Was kostet der Unterhalt des Tierheims?

Für den Betrieb des Albert-Schweitzer-Tierheims Essen sowie die Versorgung der zwischen 2.500 und 3.000 Tiere, die innerhalb von 12 Monaten zu uns ins Tierheim kommen, werden pro Jahr rund 1,8 Millionen Euro benötigt, die hauptsächlich durch Spenden aufgebracht werden. Allein für die Ernährung von rund 3.000 Tieren jährlich werden rund 20 Tonnen Tierfutter verbraucht. Die tierärztliche Versorgung kostet circa 245.000 Euro im Jahr.

 

Warum soll ich spenden? Bekommt das Tierheim keine Finanzierung von der Stadt Essen?

Die Kosten für den Betrieb des Albert-Schweitzer-Tierheims werden zu einem kleinen Teil aus „gewerblichen“ Einnahmen, wie z.B. den Erlösen aus Veranstaltungen (Tierheimfeste, Trödelmärkte usw.) oder den Gebühren für die Vermittlung unserer Tiere bestritten. Der weitaus größte Teil wird jedoch durch Spenden finanziert. Das Entgelt der Stadt Essen für die Fundtierbetreuung macht bezogen auf den Gesamtfinanzbedarf 29 Prozent aus. Insgesamt muss der Verein also fast das 2,5-fache an Finanzmitteln für die Tierheimfinanzierung aufwenden wie die Stadt Essen, nämlich mehr als eine Million Euro pro Jahr (71 Prozent). 

 

Neben den immensen Kosten für den Betrieb des Tierheims wendet der Tierschutzverein noch einmal rund 100.000 Euro pro Jahr auf, vor allem für den Betrieb der Geschäftsstelle an der Grillostraße, für Mitgliederverwaltung, Mitgliederwerbung und Jugendarbeit sowie zur Umsetzung von Tierschutzprojekten (z.B. Katzenkastrationsaktionen, Unterstützung von Tierfreunden in Not u.ä.).

 

Warum kommen Tiere ins Tierheim?

Knapp 30 Prozent der Tiere werden abgegeben (Abgabetiere) – dafür gibt es vielerlei Gründe, z.B. ein Umzug, Erkrankungen, ein neuer Beruf, keine Lust oder keine Zeit mehr. Viele Tierhalter werden mit ihrem Tier nicht mehr fertig oder haben kein Geld mehr. Etwa 60 Prozent der Tiere sind Fundtiere und werden von der Polizei oder Passanten ins Tierheim gebracht. Manche Tiere (6 Prozent) kommen über die Behörden, wenn z. B. der Besitzer eine Haftstrafe verbüßt oder einen Unfall hatte und im Krankenhaus ist. Ca. 5 Prozent unserer Tiere wurden vom Veterinäramt aus schlechter Haltung befreit oder von Zollbehörden (z.B. aus illegalem Welpenhandel) sichergestellt.

Darüber hinaus werden jährlich durchschnittlich 200 Wildtiere, wie z.B. Wildvögel oder Igel, und 50 Nutztiere im Tierheim abgegeben.

 

Welche Tierarten werden im Tierheim aufgenommen?

Es werden die meisten Haustierarten sowie Exoten und Reptilien aufgenommen. Für kleinere heimische Wildtiere und teilweise auch für sogenannte Nutztiere dient das Tierheim als Zwischenstation bis entweder eine geeignete Unterbringung für das Tier gefunden wurde (z.B. für Nutztiere) oder nach Rekonvaleszenz eine erneute Auswilderung möglich ist (z.B. bei Igeln, Tauben, Mauerseglern).

 

Wie viele Tiere sind im Tierheim?

Pro Tag werden zwischen 160 und 340 Tiere im Albert-Schweitzer-Tierheim Essen versorgt. Nicht alle Tiere befinden sich in den öffentlich zugänglichen Bereichen, einige werden in den Kranken- und Quarantänestationen oder auf Pflegestellen versorgt oder sind aufgrund behördlicher Bestimmungen (noch) nicht vermittelbar. Pro Jahr werden im Tierheim fast 3.000 Tiere betreut.

 

Was passiert mit den Tieren im Tierheim?

Fundtiere bleiben etwa zwei Wochen in Quarantäne und stehen danach, wenn sich kein Besitzer gemeldet hat, frei zur Vermittlung. Manche Tiere, wie zum Beispiel Hundewelpen aus illegalem Handel oder Tiere aus dem Ausland, müssen auf Grund gesetzlicher Bestimmungen bis zu sechs Monate in Tollwut-Quarantäne verbleiben. Erst danach dürfen sie vermittelt werden. Abgegebene Tiere können sofort weitervermittelt werden, vorausgesetzt, sie sind gesund. Jedes Tier wird einem medizinischen Eingangscheck unterzogen und tierärztlich versorgt, solange es im Tierheim lebt. Zudem werden Hunde und Katzen mittels Transponderchip gekennzeichnet und bei einem Haustierregister gemeldet. Wildtiere werden gesundgepflegt und wieder ausgewildert.

 

 

Was passiert, wenn im Tierheim kein Platz mehr ist?

Wegen Überfüllung wird kein Tier aus dem Zuständigkeitsbereich des Albert-Schweitzer-Tierheims abgelehnt, denn wir wollen vermeiden, dass Tiere ausgesetzt werden. Fundtiere, die aufgefunden werden und sogenannte Notobhuten (Verwahrtiere), die zu uns kommen, weil der Eigentümer beispielsweise im Krankenhaus ist, werden immer aufgenommen. Bei Tieren, die abgegeben werden sollen, versuchen wir – wenn Platzprobleme im Tierheim bestehen – in Verhandlungen mit den Tierhaltern, die Abgabe um ein oder zwei Wochen zu verschieben.  

 

Wie lange bleibt ein Tier im Tierheim?

In der Regel finden wir für 68% unserer Tiere innerhalb von sechs Wochen ein neues Zuhause. Bei jungen, besonders gefälligen Tieren dauert der Aufenthalt häufig nur ein paar Tage. Alte, kranke oder verhaltensauffällige Tiere bleiben aber oft Monate oder Jahre in unserer Obhut.

 

Was passiert, wenn ein Tier nicht vermittelt werden kann?

Tiere, für die wir trotz aller Bemühungen kein neues Zuhause finden können, leben dauerhaft im Albert-Schweitzer-Tierheim. Für diese "Langzeit-Tiere" versuchen wir Tierpaten zu finden, die uns bei der Finanzierung der Versorgung der Tiere mit regelmäßigen Spenden unterstützen. 

 

Werden im Tierheim Tiere eingeschläfert?

Niemals! Einzige Ausnahme: wenn das Tier so schwer krank ist, dass es aus tiermedizinischen und tierschützerischen Gründen von seinem Leiden erlöst werden muss.

 

Sind Tierheimtiere "gestört"?

Nein, definitiv nicht. Unser Tierheim ist kein trauriger Platz, an dem die Tiere leiden. Für einige unserer Schützlinge ist das Tierheim das erste, richtige Zuhause mit liebevoller Pflege und regelmäßigem Futter. Sie werden von Tierpflegern und Tierärzten betreut und erhalten – falls notwendig – auch tierpsychologische und verhaltenstherapeutische Hilfe. Gassigeher sorgen dafür, dass unsere Hunde täglich ausgeführt werden und Katzenstreichler verteilen regelmäßige Streicheleinheiten.

 

Was muss ich tun, um ein Tierheimtier zu bekommen?

Zur Vermittlung stehende Hunde und Katzen werden auf der Internetseite des Albert-Schweitzer-Tierheims (www.tierheim-essen.de), in den „Sozialen Medien“ (Facebook, Instagram) und in der Tagespresse präsentiert. Ist auf diesem Weg bereits ein Tier gefunden, können Interessenten sich ihr Wunschtier während unserer Öffnungszeiten (Dienstag bis Freitag von 13 bis 17 Uhr, Samstag 11 bis 14 Uhr / nicht an Sonn- und Feiertagen) anschauen und sich von unseren Tierpflegern beraten lassen. Aber auch ohne vorhergehende Information über das Internet ist eine Tiervermittlung möglich. Dann steht allerdings die Beratung durch unsere Tierpfleger an erster Stelle. Ist das Wunschtier gefunden, bitten wir um eine schriftliche Selbstauskunft und schließen einen Abgabevertrag mit dem neuen Tierhalter ab. Bestandteile des Vertrages sind z. B. das Einverständnis, dass wir das neue Zuhause kontrollieren dürfen oder die Verpflichtung des Neu-Besitzers, dafür zu sorgen, dass junge Katzen, die für eine Kastration im Tierheim noch zu jung waren, kastriert werden. Damit eine Vermittlung abgeschlossen werden kann, sind weiterhin Ausweis und EC-Karte oder Bargeld für die zu entrichtende Vermittlungsgebühr erforderlich. 

 

Kostet es etwas ein Tier aus dem Tierheim zu holen und wenn ja, warum?

Ja, es muss die sogenannte Vermittlungsgebühr gezahlt werden. Alle unsere Tiere sind von Tierärzten untersucht, geimpft und entwurmt. Katzen und Hunde bekommen einen Transponderchip zur Kennzeichnung, Katzen werden zusätzlich noch kastriert. All das kostet Geld und der von uns erhobene Betrag liegt weit unter den uns entstehenden Kosten. Auch generell dürfen zukünftige Tierbesitzer nicht vergessen, dass Tiere Geld kosten. Nicht nur die täglichen Futterkosten, sondern auch Tierarztkosten, Haftpflichtversicherung und zum Beispiel die Hundesteuer müssen gestemmt werden.

 

Warum habe ich kein Tier aus dem Tierheim bekommen?

„Warum seid Ihr bei der Vermittlung so pingelig“ oder: „Ihr müsst doch froh sein, wenn Ihr ein Tier weniger habt“ oder „Ihr wollt wohl gar keine Tiere vermitteln“ – solche Kommentare erreichen uns oft von Besuchern, die leider erfolglos im Tierheim waren. "Pingelig" sind wir, weil wir tausendfach pro Jahr mit unüberlegt angeschafften Tieren konfrontiert werden. Wir wollen das Beste für das Tier, aber auch den Menschen vor Enttäuschungen bewahren. Den Husky für das 30-Quadratmeter-Appartement oder die Freigänger-Katze für die Wohnung an einer Hauptdurchgangsstraße gibt es nicht. Das wäre für beide Seiten kein erfreuliches Zusammenleben. Aber: Der Tierbestand im Tierheim wechselt fast täglich. Nicht enttäuscht sein, sondern öfter einmal vorbeikommen.

 

 

Kann ich mit Tierheimhunden spazieren gehen? 

Ja, montags bis freitags in der Zeit von 9 bis 16 Uhr; samstags von 11 bis 14 Uhr.

 

Kann ich im Tierheim/Tierschutzverein helfen? 

Ja, ehrenamtliche Helfer sind uns immer willkommen, und die Arbeit geht nie aus. Sie können uns aber auch durch Spenden (Sach- und Geldspenden) helfen oder durch Ihre Mitgliedschaft! Als Mitglied im Tierschutzverein Groß-Essen e.V. geben Tierfreunde hilfebedürftigen Tieren ihre Stimme, unterstützen ganz wesentlich das Albert-Schweitzer-Tierheim und haben die Möglichkeit, sich bei verschiedenen Tierschutz-Projekten aktiv zu engagieren. 

 

Kann ich im Tierheim ein Praktikum machen?

Ja, Informationen erhalten Sie per Mail: th-info@tierheim-essen.org oder telefonisch unter 0201 / 83 72 35-13.

 

Ich habe ein Tier gefunden, was tun? 

Im Tierheim oder bei der Polizei anrufen. Bitte keine Experimente beim Versuch, ein Tier einzufangen. Wenn der Hund für die Rettung nicht dankbar ist, sondern vor lauter Angst die Zähne fletscht, ist fachmännische Hilfe angesagt. Wer eine Echse oder seltsame Schildkröte in einem der Essener Parks findet, der bedenke, dass es auch gefährliche Vertreter dieser Arten gibt.

 

Tierquälerei beobachtet? 

Bitte verständigen Sie uns, das Veterinäramt oder die Polizei. Nicht wegschauen, sondern helfen! 

 

Gibt es weitere Tierheime in Essen und seit wann gibt es das Albert-Schweitzer-Tierheim?

Nein, wir sind das einzige Tierheim in Essen. Das Albert-Schweitzer-Tierheim an der Grillostraße gibt es seit 1956, den Tierschutzverein Groß-Essen e.V. seit 1874.

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